Familien – Roadtrip durch Florida

Inhaltsverzeichnis

Lesezeit: ca. 15 Min

Unsere erste USA Reise. Ab in den „Sunshine State“ mit der Aussicht auf paradiesische Strände, Sonnenschein im Überfluss und fantastische Themenparks. Wir, vor allem natürlich die Kids, waren super aufgeregt und voller Vorfreude auf unser bevorstehendes Abenteuer… Ein Familien – Roadtrip durch Florida!

Miami

Anreise - 22.07.

Flug:                     Mietwagen: Preisvergleich

Unterkunft: Hotels Miami Beach*

Um 04:30 Uhr MEZ klingelt der Wecker. Alle sind nervös – endlich Sommerurlaub und der erste gemeinsame Flug, somit fällt das Aufstehen und die übliche morgendliche Vorbereitungsprozedur äußerst leicht.

Nahezu in Rekordzeit sind wir mit Sack und Pack (Achtung jetzt wird’s doppelt nostalgisch) am Flughafen Tegel eingetroffen, um bei Air Berlin einzuchecken.

Flugziel: Miami, 32 °C und Sonne, Flugdauer: 10h

– also ausreichend Zeit um die ein oder andere Mütze Schlaf nachzuholen und ausgiebig das Bordentertainment kennenzulernen. Kleiner Spoiler: erstes hat mit den Kindern nicht, letzteres jedoch umso ausführlicher geklappt.

Unser Plan, ausgeruht in Miami mit Zeitverschiebung in den Tag zu starten, ging leider nicht auf. Somit kämpften wir gemeinsam nach Ankunft auf dem Miami International Airport, 14:45 Uhr ETZ, eifrig gegen die Müdigkeit, den absackenden Orientierungssinn und die unübersichtlichen Einreisebestimmungen.

Nachdem wir unsere neue Bleibe für die nächsten drei Wochen bestiegen und das Motorengeräusch des gemieteten Toyota Corolla ertönte, verließen dem Nachwuchs schlagartig die Kräfte.

Eine schöne Erinnerung, die Beiden über den Rückspiegel auf dem Rücksitz aneinander gelehnt schlafen zu sehen. Nach mittlerweile 18h auf den Beinen und 6h Zeitverschiebung, blieb ihnen keine halbe Stunde Energie, um im Hotel einzuchecken.

Mit etwas Umwegen haben wir unser Hotel in der 20th Street, Miami Beach gefunden. Das Hotel war unweit vom Strand und wirklich super gelegen.

Wir hatten uns viel vorgenommen!

Um nicht unnötig Zeit mit Jetlag und der Akklimatisierung zu verschwenden, wollten wir unseren Schlaf unbedingt bis in die Abendstunden hinauszögern.

Die Kinder entschieden sich dagegen. Pin-Hero schlief auch im Hotel den Schlaf der Gerechten, nur Pin-Star konnte ich noch zu einem kleinen Spaziergang überreden.

 

Lehre des Tages:       „Air Berlin kann man doch vertrauen.“ ;o)

Miami - Beach - 23.07.

Miami unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

  • durch den Art Deco District spazieren

  • Ocean Drive entlangfahren

  • Little Havana besuchen

  • BigBus – Stadtrundfahrt
  • planschen am South Beach

Schon gegen 04:00 Uhr waren wir hellwach. Heute stand Miami Sightseeing auf dem Programm. Unser erstes amerikanisches Frühstück genossen wir bei Starbucks. Von dem karibisch anmutenden Flair in den Straßen waren wir begeistert. Da wir etwas überstürzt aus dem Hotel los sind, mussten wir Sonnencreme aus dem 24/7 Shop gegen den drohenden Sonnenbrand nachlegen. Von „Karl aus dem Schwarzwald“, einem überaus lustigen dunkelhäutigen Animateur für Busrundfahrten, wurden wir zu unserer Überraschung auf Deutsch zu einer Sightseeing-Tour überzeugt.

Eine interessante und äußerst angenehme Fahrt im Cabrio-Bus durch Miami „Art Deco“, Downtown, Little Havanna und dem Hafen. Als Tipp: Wenn der Guide während der Fahrt „Duck, Duck“ ruft, unbedingt im oberen Rang ducken und die Köpfe einziehen. Die niedrigen Baumäste sausen haarscharf über die Köpfe hinweg. Ein Mordsgaudi mit den Kindern und der perfekte Einstieg, um einen entspannten Überblick von Miami zu erhalten. Die 149,- $ haben sich wirklich gelohnt.

Der Abendspaziergang führte über den Ocean Drive – ein skurril geniales Schauspiel – sollte man mal erlebt haben, allerdings für uns too much „Sehen und Gesehen werden“. Burger bei „Little Friday“ war zumindest zum Beginn unserer Tour noch vollends nach unserem Geschmack.

 

Lehre des Tages: Die Amis scheinen sehr selbstbewusst. Der Kleidungsstil war nicht immer der Körperfigur angepasst. Show, wohin man auch schaut.

Key West

Miami -> Key West - 24.07.

Fahrt:              164 Meilen in 4,5 h 

Unterkunft: Hilton Garden*

Key West unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

  • Mallory Square – perfekter Abendspaziergang

  • Duval Street – viele Geschäfte und Kneipen

  • Ernest-Hemingway-Haus (Museum)

  • Südlichster Punkt der kontinentalen USA „Southernmost Point“

Vor der lautstark im Hotel angedrohten „Fire Allert Übung“ haben wir schnell ausgecheckt. Bei der Rechnung festgestellt, dass man auch in Miami Beach eine Kur Taxe zu entrichten hat. Das Geld haben wir anschließend bei nem günstigen 7/11 Frühstück wieder eingespart.

 

Ab ging es in unserem Vehikel auf die US 1 in Richtung Keys. 164 Meilen und 4,5 h vorbei an den Everglades über schier endlose Brücken und idyllische Inseln bis Key West. Exklusiv im Hilton Garden* eingecheckt und alle waren gleich begeistert. Zum Planschen und Toben ging es erstmal in den Pool.

 

Abends spazierten wir zum „Mallory Square“ – hier erwartete uns ein kunterbuntes Treiben mit vielen kleinen Bars, Geschäften und beschwingten Leuten. Wie wohl jeden Abend hier üblich, bestaunten wir zusammen mit 1000 Amis den Sonnenuntergang und wurden hierbei durch viele Gaukler unterhalten.

 

Die Lehre des Tages: „Die Schatzsuche hat sich ausgezahlt“

Key West - 25.07.

Das Karibische Flair hat uns ergriffen. In tropischer Hitze machen wir uns fußläufig auf die Insel zu erkunden. Hauptziel die „Old Town“, die Duval Street und der Mallory Square. Es begegnete uns eine bunt gemixte Szenerie, schöne alte Häuser und artenreiche Fauna, kleine ausgefallene Geschäfte, Künstler und jede Menge Kneipen mit Livemusik.

Auch wenn uns die sengende Sonne zu schaffen machte, wurden wir begeistert vorangetrieben und die Kinder folgten schon mit kleiner Animation. Nach einer großen Runde ging es erstmal zum Schnorcheln in den warmen Ozean. Leider war der Strand recht sandig und somit eine schlechte Sicht, für etwas Abkühlung hat es allerdings gereicht. Dank Mikrowelle im Hotelzimmer gab es abends ein kostengünstiges Selfmade Abendbrot und anschließend ein ausführliches Poolbad.

Die Lehre des Tages: Wasser (sehr viel Wasser) und Sonnencreme sind hier ein guter Begleiter.

Key Largo

Key West -> Key Largo - 26.07.​

Fahrt:              98 Meilen in 2,5 h

Unterkunft: Holiday Inn*

Key Largo unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

Abschied vom Hilton und Key West – ein supergenialer Auftakt für eine Floridatour, allerdings viel zu kurz. Mit klassischem Beach Boys Sound ging es den Highway 1 wieder in Richtung Festland.

 

Unterwegs legten wir eine kleine Rast am Hammock State Park ein. Ein schön angelegter Platz am Meer für 7 $ Eintritt, allerdings wegen der vielen Algen eher ungünstig zum Baden und Schnorcheln.

 

In Key Largo, der größten Insel der Keys, checkten wir im Holiday Inn* ein. Zum Schlafen für die family super – auch im Pool war ausreichend Platz zum Toben. Aus der Not ein Burger bei Wendi’s probiert – nicht nochmal.

 

Bevor es ins Bett ging, noch ausführlich den sehenswerten Hafen entlang spaziert.

 

Die Lehre des Tages:  Man kann seinen SUV auch als Anhänger hinter dem XXL Camper ziehen. 1400 PS Außenborder scheinen den hiesigen Booten zu reichen.

Key Largo - 27.07.

Nach dem Ausschlaffen gab’s nen leckeres Cornflakes-Frühstück. Danach das Schnorchel Equipment gepackt und auf zum „John Pennekamp Coral Reef State Park“.

Mit einigen Bedenken unterschrieben wir mehrfach pro Person, dass wir sämtliche Risiken der gebuchten Schnorchel-Tour übernehmen und auch wirklich alles verstanden haben. Das versprochene Facettenreichtum von 40 verschieden Korallen- und über 650 Fischarten im Visier, ging es mit 500 PS durch die Mangroven raus aufs Meer. Auf dem Weg zum Reef, wurden wir von der spaßigen Crew

instruiert und unterhalten. Beim Schnorcheln bot sich uns tatsächlich ein toller Ausblick auf Dories Cousinen und viele viele andere Fische wie z.B. Barrakudas. Auf dem Rückweg machte sich vereinzelt der Seegang im Magen bemerkbar. Die Wellen haben das Boot recht gut im Griff und das Salzwasser aus dem Schnorchel war halt nicht zum Trinken geeignet. Zurück im Hotel wurde erstmalig durchgeschwitzte Wäsche gewaschen und die Poolzeit mit den Kids genossen.

Die Lehre des Tages: Unterschätze nie den Wellengang.

Bonita Springs

Key Largo -> Bonita Springs -28.07.​

Fahrt:              164 Meilen in 3 h

Unterkunft: Trianon Bonita Bay Hotel*

Bonita Springs unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

Morgendlicher Aufbruch und leider schon abschließender Abschied von den Keys. Heute werden die Everglades durchquert. Standesmäßiger Besuch einer Alligator-Farm mit Airboat-Tour. Die werden hier überall für unterschiedlichen Geldbeutel angeboten.

 

Neben den Reptilien-Shows war der Höhepunkt ein Alligatorbaby in den Händen zu halten, bei der Airboat-Tour kräftig durchgeschüttelt zu werden und die ersten Alligatoren in der Wildnis zu erleben. Auch lohnenswert unser anschließendes Vitamin-Shopping auf einer Obstplantage. Sehr leckere Früchte, auch gleich zum Verzehr vorbereitet.

 

Dann folgten schier endlos gerade Straßen durch die Everglades bis zu unserem Hotel Trianon Bonita Bay* am Golf von Mexiko. Den Sonnenuntergang betrachteten wir im schneeweißen Sand vom Bonita Beach.

 

Die Lehre des Tages: Es gibt einen Unterschied zwischen Krokodil und Alligator. Zum Restaurant gegenüber geht’s hier, mangels Gehwege, nur mit dem Auto.

Bonita Springs - 29.07.

Heute stand ein Ausflug nach Sanibel Island, vorbei an den hiesigen Luxusanwesen auf dem Programm. Auf der Fahrt wurden wir wieder bestens durch die spannenden Hörspiele der „Drei ??? – Kids“ unterhalten. Auf Sanibel Island geht’s nur über eine mautpflichtige Brücke und es sind nur wenig Parkplätze vorhanden. Nach einiger Suche sind wir am Bowman’s Beach fündig geworden.

Auf dem Weg zum Strand konnten wir in einer Bucht mehrere Manatees beobachten. Die behäbig wirkenden Seekühe faszinierten und entschleunigten auch uns mit ihrer Art. Anschließend waren wir ausgiebig im Golf baden und haben jede Menge Muscheln am Strand gesucht, allerdings auch den ein oder anderen Sonnenbrand gefunden.

Nach einem kleinen Abstecher zum historischen Sanibel Lighthouse (schöner Strand und saftige Parkplatzgebühren) ging es wieder zurück zum Hotel.

Abends machten wir noch einen Abstecher nach Naples. Auf dem beliebten und ansehnlichen Pier bewunderten wir zusammen mit vielen Touris,

darunter auch auffallend viele deutschsprachige, wieder einen wunderschön romantischen Sonnenuntergang. Hier konnten wir auf unserer Tour auch erstmals mehrere Delfine und einen Rochen sehen können. Ein wirklich schönes und auch bewegendes Erlebnis für uns Vier, strahlende Kinderaugen auf dem Rückweg und der krönende Tagesabschluss.

 

Die Lehre des Tages: Genaues Hinsehen gepaart mit etwas Geduld werden mit wertvollen Eindrücken fürs Leben belohnt.

Pin-Heros Begründung für die großen Wellen: “Das Pupsen der Blauwale“

St. Petersburg

Bonita Springs -> St. Petersburg - 30.07.​

Fahrt:              138 Meilen in 2,5 h

Unterkunft: Holiday Inn*

St. Petersburg unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

  • Clearwater Beach + Surfshop

  • Ellonton Premium Outlet

  • abendliche Strandspaziergänge – super Sonnenuntergänge über den Golf

Nach dem Ausschlafen haben wir routiniert unsere sieben Sachen gepackt. Der Kofferraum wird dennoch immer kleiner.

Auf geht’s Richtung Norden mit einem kurzen, aber kaum lohnenswerten Stopp in Fort Meyers. Während der Fahrt wurden wir erstmalig vom launigen Wetter überrascht, es hat sehr stark geregnet und die Scheibenwischer arbeiteten an ihrer Belastungsgrenze.

Über die Tampa Bay und die 18 km lange „Sunshine Skyway Bridge“, die an diesem Tag ihrem Namen keine Ehre machte, erreichten wir unseren Zielort.

St. Petersburg wirkte auf den ersten Eindruck sehr touristisch, es gab viele Hotelkomplexe und war für uns zunächst gewöhnungsbedürftig. Unser Hotel lag ebenfalls direkt am Meer. In den schönen Wellen des Golfs und anschließend im Hotel-Pool trainierten wir unsere Schwimmkünste.

 

Die Lehre des Tages:            Ein Regenschirm hätte auch nicht geholfen, sogar die Scheibenwischer machten schlapp.

St. Petersburg - 31.07.

Aufwachen im „Tropischen Sturm“.

Die TV-Sendungen berichteten ununterbrochen über „Emily“, der wohl 5. Sturm dieser Klasse im laufenden Jahr. Es wurden eindringliche Warnungen ausgesprochen sich nur in Gebäuden – fern von Fensterscheiben – aufzuhalten. Die „Skyway Bridge“, der Ausweg zum Festland, wurde geschlossen und ein Tornado vorhergesagt.

Von den Mitteilungen beeindruckt, entschlossen wir uns einen gemütlichen Vormittag im Hotelzimmer mit den Drei ??? und Kartenspiel zu verbringen.

Gegen Mittag beruhigte sich etwas das Wetter und der Sturm zog weiter ins Landesinnere. Wir beobachteten die Wetterkarte und fuhren spontan zum Strand von Clearwater – hier sollte uns laut Vorhersage noch das beste Badewetter

für den Tag erwarten. So fanden wir hier auch die besten Bedingungen für ein Wellenbad.

Trotz Tropensturm haben wir uns wieder einen leichten Sonnenbrand zugezogen und konnten hier ausgiebig im Meer planschen.

Abends gabs lecker Pasta und Pizza – ausnahmsweise ohne Spaziergang.

 

Die Lehre des Tages:             Auch im Surfshop von Clearwater gibt’s super Wellen.

St. Petersburg - 01.08.

Perfektes Badewetter also Zeit für Strand, Pool, Strand, Pool und was fehlt? Genau – der Strand! Etwas Abseits, da die Strandliegen recht preisintensiv waren und weit entfernt von den markierten Schildkrötennestern.

Um die Geldbörse weiter zu schonen, organisierten wir uns im nahegelegenen Publix ein kulinarisches Mikrowellenmittag. Hier gibt es wirklich alles für die Mikrowelle, an dieses Essen werden wir uns jedoch nie gewöhnen. Ordentliches Brot, Joghurt, selbst Gemüse –

überwiegend Fehlanzeige. Um den Sonnenuntergang zu genießen haben wir nochmal einen ausführlichen Abendspaziergang am Strand unternommen. Wie sich später rausstellte, haben sich meine Überredungskünste an die Familie vollends gelohnt. Wir konnten die ersten Schritte einer süßen Babyschildkröte beobachten. Ein wirklich faszinierendes Urlaubshighlight die noch tollpatschig anmutende Schildkröte auf ihren Weg in die Wellen zu begleiten. Ein paar Meter weiter lag ein toter Kugelfisch, der offensichtlich vom Sturm angespült wurde.

 

Die Lehre des Tages:  Leben kommt, Leben geht – Viel Glück kleine Schildi und ruhe in Frieden kleiner Kugelfisch.

St. Petersburg - 02.08.

Leider gabs heute kein einladendes Strandwetter, also ging es auf nach St. Pete City. Diese war jedoch für Familienausflüge eher enttäuschend. Das Salvador Dali Museum sehr teuer und sicher kaum besser als alle anderen. Zudem gabs hier kaum Shoppingmöglichkeiten und Parkplätze – die Pier war obendrein geschlossen.

Also zogen wir etwas gefrustet Richtung Tampa weiter. Es mag auch an unserer Laune gelegen haben, aber auch hier ein ähnliches Bild: Das Aquarium war für eine vierköpfige Familie zu teuer und Tampas Stadtbild (wirkte steril, industriell) für uns nicht so recht einladend. Letzte Option um den Tag zu retten: Ein Outlet Center ;o)

Auf zum Ellonton Premium Outlet. Hier sind wir alle auf unsere Kosten gekommen, die Stimmung wieder manierlich – es war für jeden was dabei.

Abends gab es nochmal ein letztes ausführliches Wellenbad im Golf.

 

Die Lehre des Tages:  Nicht jede Stadt ist hier einen Familien-Ausflug wert. Die schönsten Sehenswürdigkeiten sind unserer Ansicht hier das Meer und die Strände.

Orlando

St. Petersburg -> Orlando - 03.08.​

Fahrt:              132 Meilen in 2,5 h

Unterkunft: Rodeway Inn*

Orlando unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

  • Orlando City Walk perfekt für einen Abendspaziergang

  • Disney World – Magic Kingdom, sollte man 1x im Leben erlebt haben

  • Seaworld nicht nur Tiere – hier gibts auch super Fahrgeschäfte

Unbekümmerte Urlaubsgefühle setzen sich durch: Wir haben unvorhergesehen alle bis 10:00 Uhr geschlafen. Schnell die Sachen gepackt, gefrühstückt und auf nach Orlando. Das El Dorado für Freizeitpark-Fans. Die direkte Route führte uns auf der Interstate und war somit recht monoton. Viele Orangenplantagen säumten den Weg – leider war die Ernte bereits im Frühjahr. Vorzeitig konnten wir in unserem Hotel Rodeway Inn*, unweit vom Disney Ressort, einchecken. Jetzt gings an die Planung für Disneyworlds „Magic Kingdom“. An den Preisen war nichts zu rütteln, die Eintrittskarten konnten wir im Hotel kaufen 480,- $   – Autsch. Auf Empfehlung der Zimmernachbarn haben wir nachmittags einen Ausflug zum City Walk der Universal Studios gemacht.

Der „City Walk“, eine kostenlose Amüsiermeile für jeden Geschmack war imponierend und ist scheinbar die perfekte Ausgeh-Adresse in Orlando.

Orlando ist eine andere Welt – The Entertainment

Capital – viel Show und Kulisse, dennoch großartig.

Auf dem Rückweg haben wir in einem Souvenir-Shop noch einen Plausch mit einem Kriegsveteranen gehalten. Nett, politisch jedoch surreal und mit dessen Slang/Genuschel leider auch schnell an meine englischen Sprachkenntnisse gestoßen.

 

Die Lehre des Tages:  Für Orlando benötigt man mehr Zeit und vor allem viel mehr Geld.

Orlando (Walt Disney World Ressort) - 04.08.

Puh, das fällt schwer – um 06:30 Uhr aufstehen – es wird ein langer Tag. Auf geht’s in den Magic Kingdom Resort – unsere Reise zu den Disney Helden der Leinwand.

Standesgemäß fahren wir mit einer riesigen Fähre zum Eingang. Schon hier zeigt sich, alles ist perfekt geplant. Wir lassen uns verführen und darauf ein. Die Infrastruktur von Beginn an auf Massenanströme ausgelegt, die Lenk- und Leitsysteme der Besucher wirken äußerst durchdacht.

Bei glühender Hitze erkunden wir Adventure-, Frontier-, Fantasy- und Tomorrow Land. Die Attraktionen und Fahrgeschäfte haben sich überwiegend gelohnt. Bei den unweigerlich notwendigen Schlangen wurde selbst das Anstehen kurzweilig und unterhaltsam gestaltet. Dennoch teilten wir den Eigentümer eines Fast Pass neidvolle Blicke. Bei den 7 Zwergen mussten wir bspw. fast 1,5 h warten für gerade mal 2 Minuten Fahrspaß.

Naja, ist für uns sicherlich einmalig, daher haben wir nach insgesamt 12,5 h Aufenthalt auch bis zum Abschlussfeuerwerk durchgehalten und waren sogar Teil der Monster Show.

 

Die Lehre des Tages:             Magic Kingdom lohnt sich nur einmal im Leben.

Orlando (Sea World) - 05.08.

Trotz schmerzender Knochen und Erschöpfung vom Vortag stand Sea World auf dem Programm – jipiiieee!

Sicherlich begleitet von Gewissensbisse, denn wirklich artgerecht wirkten die Shows leider noch nicht. Dennoch konnte man Ansätze erkennen das Programm mehr auf das natürliche Verhalten der Tiere abzustimmen. Wir erhielten atemberaubende Einblicke in die Tierwelt. Die Zuschauenden wurden zugleich unterhaltsam über Umwelt- und Artenschutz sowie die Nachhaltigkeit von SeaWorld aufgeklärt. Klar als Imagepflege der zurecht in Kritik geratenen Tierhaltung gemeint.

Auch wenn der moralische Kompass drohte in die falsche Richtung auszuschlagen, die Kinder lernten jede Menge. Neben erstklassigen Fahrgeschäften und halsbrecherischen Achterbahnen nahmen wir an vielen lehrreichen

Entdeckungspfaden teil.

 

Die Lehre des Tages:       SeaWorld hat eine Verantwortung. Wird es dieser Vearantwortung künftig gerecht und klärt weiterhin zum Wohle des Tier- und des Umweltschutzes auf, lohnt sich SeaWorld immer wieder.

St. Augustine

Orlando -> St. Augustine - 06.08.​

Fahrt:              105 Meilen in 2 h

Unterkunft: Southern Oaks Inn*

St. Augustine unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

Es ging zurück an den Atlantik zur angeblich ältesten Stadt der USA. St. Augustine für ihr historisches Zentrum aus der spanischen Kolonialzeit und der spanischen Festung aus dem 17. Jahrhundert bekannt. Unser Hotel, Southern Oaks Inn*, lag fußläufig zum historischen Zentrum. Fußläufig ist allerdings Florida-untypisch – Gehwege waren auch hier Mangelware. Vorbei am Castillo zog es uns kreuz und quer durch den südeuropäisch wirkenden Stadtkern.

 

Von unseren letzten Tagen etwas gezeichnet, machten wir einen ausführlichen Rundgang – vorbei an vielen Bars mit Live-Musik, Souvenir-Shops und Eisläden. Alsbald kehrten wir sehnsuchtsvoll wieder zum Hotel-Pool zurück.

 

Die Lehre des Tages:  Europas Charme wirkt auch in Amerika.

Cocoa Beach

St. Augustine -> Cocoa Beach - 07.08.​

Fahrt:              130 Meilen in 2,5 h

Unterkunft: Best Western*

Cocoa Beach unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

  • Daytona Beach

  • ein HIGHLIGHT unserer Tour ein Besuch bei der NASA in Cape Canaveral – Kennedy Space Center

  • Cocoa Beach Pier – ein toller Spot um die Surfer zu beobachten

Immer an der Ostküste entlang, zunächst über Anastasia Island und mit einem Wellenbad am „Hamock Park“. Weiter geht’s die Küstenstraße bis Daytona Beach.

 

Hier schien eher Nebensaison zu sein. Spring Break war gestern, auch ein Nascar-Rennen war nicht angesetzt. Wir fuhren mit unserer Rennsemmel standesgemäß auf dem Strand. Geschwindigkeitsrekorde haben wir allerdings nicht gebrochen…ganz im Gegenteil mehr als die erlaubten 10 MPH sollte man wegen der Badegäste und Ordnungshüter hier tunlichst vermeiden. Wir lunchten im „Cruisin Cafe“, natürlich Burger mit Fries in einem aufgestellten Nascar. Die Qualität hatte mit dem Preis nichts zu tun, dennoch das Flair und die Kulisse haben sich gelohnt.

 

Nach dem Boxenstopp fuhren wir bis Cocoa Beach, bezogen unser Hotel, Best Western*, direkt am Strand, und planschten in den Atlantikwellen, bis es uns die Badehosen auszog. Unter Vollmond bestaunten wir vom Pier aus die vielen Surfer.

 

Die Lehre des Tages:   Mit dem Auto auf den Strand, geht auch und hat Stil.

Cocoa Beach (Kennedy Space Center) - 08.08.

Ground Controll To Major Tom“ „Beeep“

Heute stand unser Besuch bei der NASA im „Kennedy Space Visitor Center“ auf dem Programm. Vorab: Ein absolutes Highlight unserer Florida-Tour und unseres Erachtens ein Must See.

Mit einem Bus-Shuttle befuhren wir zunächst die Anlage und konnten ein paar Vorstellungen von den gigantischen Dimensionen hier erhalten.

Im Anschluss erhielten wir einen Rückblick in die Geschichte der Raumfahrt mit den Apollo Missionen. Von der Ausstellung, den Shows und der Inszenierung waren wir alle einfach nur geflasht. Danach ging es weiter zu den Space-Shuttle Missionen. Ebenfalls absolut sehenswert und super lehrreich für Kinder und Erwachsene. Hier befindet sich z.B. das original „Atlantis“ Space Shuttle und es gibt einen super informativen 3D Film aus der ISS über unseren Planeten.

Zu guter Letzt besuchten wir die Ausstellung für die avisierte Mission to Mars.

Ein wirklich toller Tag mit Ausklang im Diner Grill – Surfer Style.

 

Die Lehre des Tages:   Eine andere Perspektive – Faszination Weltall.

Fort Lauderdale

Cocoa Beach -> Fort Lauderdale - 09.08.​

Fahrt:              185 Meilen in 3 h

Unterkunft: B Ocean Ressort*

Fort Lauderdale unsere TOP Sehenswürdigkeiten:

  • Abendspaziergang auf dem Las Olas Boulevard

  • Schlechtwetterausflug zum Monster Minigolf

  • Abschlussbad am Fort Lauderdale Beach

Aufbruch zur letzten Station unseres Roadtrips. Vorbei am West Palm Beach – Hotspot der Reichen und beliebter Treff des damaligen Präsidenten mit der lustigen Frisur.

Das Palm Beach Outlet war zudem die perfekte Location für unsere letzte Shopping-Tour. Nachdem unsere Kreditkarte wieder ausführlich strapaziert wurde, ging es weiter zum Ocean Sky Ressort – ein recht großer

Hotelkomplex, B Ocean Ressort*, direkt am Meer und unsere letzte Florida Bleibe.

 

Die Lehre des Tages:  Auch asiatisches Essen schmeckt hier süß.

Fort Lauderdale - 10.08.

Leider war der Start etwas verregnet, also erstmal eine ausführliche „Group Hug“. Danach haben wir Fort Lauderdale City „The Strip“ und den Central Beach besucht. Es mag auch an dem Wetter gelegen haben, zumindest waren wir vom „Venedig der USA“ nicht so sehr begeistert.

Also zogen wir weiter zum Monster Minigolf. Mit Shuffle Board und mehrere in Schwarzlicht getauchte, gruselige Minigolfbahnen für unsere Kinder eine großartige Spaziergang Alternative.

 

Beim abschießenden Bad im Meer haben wir unmittelbar vor uns einen unbeeindruckten Rochen beobachten können.

Der Abend stand im Zeichen der Aussies. Es ging zum „Outback“ einem australischen Steakhouse, in dem wir ein leckeres Steak mit Blooming Onion speisten.

 

Die Lehre des Tages:  Egal wie, wo oder was – Hauptsache zusammen.

Abreise

Fort Lauderdale -> Miami - 11.08.​

Fahrt:              30 Meilen in 45 min

Ein letztes Mal gepackt und zurück zum Startpunkt unseres Roadtrips. Im Gepäck zollkonforme Textilien und schon etwas Heimweh bzw. Vorfreude auf unser Zuhause und die bucklige Verwandtschaft. Der Flug der Nacht entgegen war entspannt, aber auch hier überwog das Interesse der Kids dem Bordentertainment und nicht dem Schlaf. Egal – wir hatten in Berlin noch 2 Tage Erholung und Jetlag eingeplant.

 

Wie sich herausstellte eine hervorragende Idee.

Urlaubsfazit:

Eine Floridareise mit Kindern ist aus unserer Sicht durchaus empfehlenswert – auch oder vielmehr gerade als Roadtrip. Hierbei lassen sich zweifelsohne die ganzen Vorzüge des Sunshine State erkunden. Wir hatten überwiegend Mittelklasse Hotels / Hostel, die waren vollkommen zufriedenstellend. Auch unser Auto war für das Budget vollkommen ausreichend und bot genügend Komfort. Die Direktflüge waren etwas preisintensiv, hier kann man natürlich unbequem Geld sparen.

 

Auch wenn der Urlaub schon ein paar Tage her ist träumen und berichten die Kids weiterhin von ihren Florida-Eindrücken und wollen unbedingt dahin zurück. Wir nehmen künftig dennoch andere Reiseziele ins Visier…

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