Hört dir auch selten jemand richtig zu?

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Lesezeit: ca. 3 Min

Bist du es nicht Wert gehört zu werden?

Du kommst kaum zu Wort? Wirst mit deinen Argumenten nicht ernst genommen oder ständig übertönt? Deine Gesprächspartner verfallen überwiegend in einen Monolog oder stellen dir lediglich rhetorische Fragen?

 

Du hast einfach das Gefühl, dass dir selten jemand richtig zugehört?

 

Die Leute sehnen sich nach Anerkennung und Geltungsbedürfnis. Jeder hat das beste Urlaubserlebnis, das schönste Foto, die meisten Likes – schneller, höher, weiter – Konkurrenz ist unerwünscht.

 

Deine Probleme, Sorgen, Nöte? Warte ab – sind doch reine Banalität. Die Schwierigkeiten der Anderen sind viel schlimmer und bedürfen einer ausführlichen Erläuterung.

 

Ernsthafte Konversation ist heutzutage leider Mangelware und der intensive ehrliche Austausch wie mit Freunden oder Angehörigen wird immer schwieriger. Die Zeit ist knapp und mehr als Smalltalk ist nicht drin – so zumindest die nachhaltige Wahrnehmung.

 

Aber gerade der aufrichtige Gedankenaustausch auf Augenhöhe ist doch das, was wir jetzt gerade brauchen. Er trägt ungemein zum verständnisvollen Miteinander bei und bringt uns auf allen Ebenen voran.

Leeres Gerede? - Fehlanzeige!

Aber wie verabschieden wir uns aus dieser Spirale des Desinteresses und der Floskeln?

 

Und wie bekomme ich den Gesprächspartner dazu, mir ernsthaft zuzuhören? Aufmerksamkeit bekommen meist die, die reden. Dabei ist Zuhören mindestens genauso komplex und unerlässlich für ein konstruktives Miteinander.

 

Also leiste Überzeugungsarbeit! Arbeite doch einfach zunächst an dir und hinterfrage deine eigenen Zuhörerqualitäten. Die Kompetenz kannst du selbst stärken.

 

Hören ist noch lange nicht zuhören – aktives Zuhören ist durchaus aufwendig und ein aktiver Vorgang! Denn selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, es erfordert kognitive Prozesse und aktive Selbstregulation. Oft bist du in Gedanken schon dabei, eine schlagfertige Antwort zu formulieren oder hörst gar nicht richtig zu, weil du der Meinung bist, den Standpunkt des Redners schon zu kennen.

 

Gewissenhaftes Zuhören verschafft dir aber Respekt, Vertrauen und schlussendlich selbst Gehör. Gehe in die Zuhöreroffensive und versuch dich selbst zurück zu nehmen.

 

Warum sollten wir immer nur plappern um uns wohl zu fühlen? Solange du selbst redest erfährst du doch nichts Neues!

Folgende Tipps machen einen begabten Zuhörer aus dir:

  • deine Aufmerksamkeit richtet sich auf den Gesprächsführenden, lass dich nicht ablenken (z.B. durch Handy) und bändige zunächst einfach mal dein eigenes Redebedürfnis
  • hinterfrage aktiv Unklarheiten und Gefühle und schaffe so eine Beteiligung
  • motiviere zu ehrlichen Antworten und vermeide Rechtfertigungen bei Aussagen, die dich infrage stellen oder kritisieren
  • achte auf die Körpersprache und lese zwischen den Zeilen
  • Pausen machen um das Gesagte zu verdauen und so überlegtere Antworten zu geben
  • vermeide tunlichst ungebetene Ratschläge

Frag bei Bedarf nach einem Ratschlag, so fühlt sich der Gesprächspartner gleichberechtigt und ernstgenommen.

Erst wenn wir richtig zuhören, erhält das Gesagte seine Bedeutung

Wertvolle Kommunikation ist nicht einfach und ganz bestimmt keine Einbahnstraße.

 

Allerdings bietet dein aktives Zuhören auch dir viele Vorteile.

 

Du erhältst von deinem Gesprächspartner Respekt und Akzeptanz, indem du getroffene Aussagen ernst nimmst. Konkurrenz und gegenseitiges Übertrumpfen spielen keine Rolle. Das bedeutet nicht, dass ihr immer der gleichen Meinung sein müsst.

 

Somit finden deine Argumente wieder grundsätzliches Gehör und auch deine Sorgen finden künftig ihre berechtigte Aufmerksamkeit in einer Gesprächsrunde.

Wie immer: Es ist ein Geben und Nehmen. Manche Gesprächspartner bleiben vermutlich beratungsresistent und werden wohl nie dein idealer Zuhörer.

 

Aber es gibt sie noch die idealen Gesprächpartner! Bei gleichen Interessen werdet ihr früher oder später aufeinander stoßen.

 

Hast du sie gefunden haltet sie fest und investiert in sie, denn häufig sind sie die wichtigsten Menschen in deinem Leben.

 

Und gibt es mal nichts zu bereden – auch nicht schlimm…

 

Zitat Pulp Fiction zum Thema Unbehagliches Schweigen:

„Man merkt, dass man jemand Besonderen gefunden hat, wenn man die Schnauze halten und gemeinsam schweigen kann.“

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